Donnerstag – es ist der 12. Februar 2009 – halb neun Uhr abends.
Ein letztes Wochenende liegt noch zwischen hier und… meinem ersten Arbeitstag nach der Elternzeit. Ein Kollege hatte mir noch im November von seinen 2 Monaten berichtet und hatte nur angemerkt, daß er beim nächsten Kind auf jeden Fall länger Elternzeit nehmen würde. Ich gebe zu: ich kann ihn verstehen. Man gewöhnt sich daran.
Aber so langsam ist die ToDos-Liste hier im Haushalt abgearbeitet, die Grippe von Leonie ist vollständig auskuriert, die kleine Maus fühlt sich in der Krippe wieder pudelwohl – und so langsam freu ich mich tatsächlich darauf mal wieder zu arbeiten. Nicht daß ich ausschließen würde, daß sich das in 1 Woche schon wieder um 180 Grad gedreht haben könnte – aber ich laß es auf mich zukommen.
Natürlich gibt es noch etliche Dinge, die man eigentlich gerne gemacht hätte und die einem zu Beginn wichtig waren, aber wenn´s soweit ist, dann kommt es eh alles anders – und am Ende kann ich zurückblickend nur sagen: es hat sich absolut gelohnt sich diese zeit zu nehmen, die Zet mit meiner Familie, mit meiner kleinen Tochter, ich hab jeden tag das Gefühl, daß sich Welten geändert haben in der Beziehung zwischen uns, sie strahlt wie ein Honigkuchenpferd wenn ich sie abends von der Krippe abhole und das läßt mir jedesmal das herz aufgehen.
Und auch wenn mein Chef das jetzt nicht gerne lesen wird: ich würde es jederzeit wiedertun.
Kategorien: Elternzeit
Ja – ist schon eine Weile her der letzte Eintrag.
Der ein oder andere hat sich sicherlich schon gefragt, ob ich verschollen bin oder mich das Vaterdasein dahingerafft hat. Nichts dergleichen. Aber ihr könnt euch gar nicht vorstellen (ich übrigens auch nicht) wie einfach es ist, den PC einfach mal PC sein zu lassen und wirklich nur das Nötigste daran zu machen (und das lag nicht an meinem Akku, der mit Maximallaufzeit von 20 Minuten bald das Zeitliche segnen wird). Aber vielleicht ist das auch eine ganz natürliche Sache nach 10 jahrren im IT-Business, wo man tag-täglich an den Tasten sitzt.
Daher auch heute nur eine kleine Zusammenfassen, da Leonie zwar im bett liegt, aber in den letzten tagen regelmäßig nach 2-3 Stunden kommt und Hunger hat oder Kuscheln will oder einfach nur mitteilungsbedürftig ist. Gepaart mit knapp 40 Grad Fieber ist das nicht ganz so einfach – und der fehlende Schlaf zehrt schon ganz schön an unserer Substanz. Vorallem an Andreas, die schliéßlich morgen wieder arbeiten gehen muß.
Nun, ich kann zumindest zuhause auf die kleine Maus aufpassen und mich an den Stunden erfreuen in denen das Fieber nachläßt und sie sich ihres Lebens freut und mir das auch zeigt indem sie mir zuwinkt, mir ihren Lieblingsbaustein in den Mund schiebt oder sonst was Süßes macht. Rausgehen ist nicht, aber da gibt´s momentan eh nichts, was mich dorthin zieht. Hab letzte Woche den besten Tag genutzt um endlich mal in der Elternzeit Fliegen zu gehen. 30Minuten in Oppenau, dann waren meine Finger tod und ich bin lieber landen gegangen. Aber schee war´s.
Jetzt sind´s noch 2 Wochen und sie beginnen mit Krankenpflege daheim – aber dafür ist ein Papa ja schließlich auch da, nicht wahr?
Kategorien: Elternzeit · Grippe · Leonie
Nachdem Mittwoch ja der erste Tag war, an dem Andrea wieder arbeiten gegangen ist und somit eigentlich mein erster „richtiger“ Elternzeit-Tag wollte ich ja sofort was dazu schreiben – aber ich mußte mit Schrecken feststellen wie kurz so ein Tag tatsächlich ist. Wie soll ic hda nur die riesige ToDo-Liste, die ich mir aufgehalst habe abarbeiten bis Mitte Februar – sollte ich etwa nochmal verlängern müssen
Gut, Leonie war nach der langen Winterpause auch erstmal nur bis frühnachmittag in der Krippe, aber trotzdem ist die Zeit vergangen wie im Flug – ein bißchen Einkaufen, ein wenig die Wohnung auf Vordermann gebracht, Mittagessen machen und essen, 1, 2 Kleinigkeiten und schon ist es wieder rum – hab ich jemals negativ über Hausfrauen und Vollzeit-Mütter gesprochen? Ich hoffe nicht.
Auf der andren Seite will ich ja auch nicht, daß das ganze in Stress ausartet – dann kann ich auch wieder arbeiten gehen. Also lieber ein paar Dinge von der Liste streichen oder runterpriorisieren und ggf. hinten anhängen, sicherlich kann das ein oder andere warten. Apropos kann warten: das kann Leonie selten und kommt damit in der Hinsicht 100% nach Papa – gut, wenigstens was, wenn sie schon äußerlich zu 100% nach Mama kommt
So – jetzt muß ich aber mal wieder – der nächste Punkt auf der Liste wartet…
Kategorien: Elternzeit · Fliegen
Hätte mir jemand mal gesagt, daß so ein einfaches, einzelnes Wort dazu führen kann, daß es mich fast zu Tränen rührt (ok, außer dem Ja-Wort von Andrea), dann hätte ich ihn wahrscheinlich für verrückt erklärt. Aber nachdem wir schon die letzten Tage festgestellt haben, daß sich Leonies Brabbeln verändert, hatten wir natürlich beide die Ohren ganz besonders offen für alles, was ein Wort sein könnte.
Und heute morgen auf der Wickelkommode war´s dann soweit: Papa, Papa – sonst nichts, aber für mich hat es gereicht, um mir einen kurzen Moment die Knie wich werden zu lassen.
Und da Andrea den ganzen Rest des Tages traurig geschaut hat – kein Wunder, nachdem sie die ersten 8 Monate ja fast allein für sie da war – hat Leonie sie noch am selben Tag erlöst und auch das erste Mama über die Lippen gebracht.
Und glaublich – ich glaub jetzt wird sie groß
Kategorien: Erstes Wort · Leonie
Ihr denkt bei dem Titel oben sicherlich, daß ich wohl auch in den Tagen nach Silvester ein bißchen zu tief ins Glas geschaut habe? Mitnichten, die guten Vorsätze sollte man ja nicht gleich am ersten Tag über Bord werfen
Also trennen wir die 3 Themen mal Stück für Stück auf.
31? Ja – so alt bin ich jetzt also – und das war´s auch schon – ansonsten war Leonie natürlich auch an diesem tag wieder der Dreh- und Angelpunkt der Aufmerksamkeit – aber auch meiner und damit absolut keine Eifersüchteleien – ich kann einfach nicht davon lassen ihr den ganzen tag dabei zuzusehen wie sie die Welt um sich herum entdeckt, vom zetungsständer bis hin zum Modem, das Papa fein säuberlich im Wohnzimmer hinter der Stereoanlage versteckt hat.
Trennungsangst? Tja, auch wenn ihr erstes Wort derzeit who Papa zu werden scheint (zumindest klingt das was sie grad parabbelt eher danach als nach Mama, so ist doch desnächtens, wenn sie wach wird und sich alleingelassen fühlt die einzige Person, die sie beruhigen kann Mama – naja, mir bleiben ja die Tage und so kann ich nachts wenigstens weiterschlafen
Und Prost? Na ein gutes Neues halt – für euch, für mich, meine Familie, meine Frau und mein Kind – einfach für jeden der es brauchen kann. Hoffe ihr seid alle gut reingekommen und wünsche euch, daß alles in Erfüllung geht, was ihr euch vorgenommen habt.
Da in der Kürze die Würze liegt, es schon 0:35 ist, endet hier schon dieser Eintrag – versprochen – nächste Woche wenn ich mal ein wenig allein im Hause Jonke bin schreib ich mal wieder was längeres. CU.
Kategorien: Elternzeit · Leonie
Tja, jetzt ist Weihnachten also tatsächlich schon rum, auch wenn´s erst jetzt draußen erst so richtig winterlich bitterkalt wird. Aber der Baum steht noch auf dem Balkon und leuchtet, die Geschenke liegen alle noch hier im Wohnzimmer und so langsam fängt Leonie auch an, sich mit ihnen zu befassen.
Am Weihnachtstag war es irgendwie nicht so leicht sie davon zu überzeugen, daß die eingepackten Dinge was ganz besonderes sind – und dreimal dürft ihr raten, was am interessantesten war:

Was ist wohl interessanter?
Aber es ist einfach jedesmal von Neuem zuckersüß ihr dabei zuzusehen, wie sie sich mit Allem und Jedem beschäftigt und es entdeckt, was sie in die Finger bekommt.
Wenn nur dabei der Husten under der Schnupfen nicht wäre, der sie seit knapp 1 Woche quält. Es ist ja nun zum Glück das erste Mal, daß es die kleine Maus so richtg erwischt hat – aber man leidet als eltern doch jedesmal mit, wenn sie fast erstickt vor lauter Husten und ihr Gesicht ganz rot anläuft. Oder wenn sie sich nachts durch einen Hustenanfall selbst aufweckt und dann ganz jämmerlich nach Mama und Papa ruft… jaja, die Nächte sind derzeit ein wenig zerstückelt, aber noch schaffen wir´s zumindest den benötigten Schlaf zu bekommen und die Hoffnung ist da, daß es sich ganz schnell auch wieder verflüchtigt mit dem Virus.
Kategorien: Elternzeit · Leonie · weihnachten
Irgendwie war Weihnachten dieses Jahr anders – so richtig Weihnachtsstimmung und -flair kamen im Vorfeld gar nicht auf. Mag sein, daß es am fehlenden Weiß vor den Fenstern lag oder daran, daß wir noch vor 2 Wochen bei 20 Grad am Strand waren. Oder daran, wir die Tage zuvor alle krank waren und uns um´s Auskurieren kümmern mußten. Oder vielleicht daran, daß wir jetzt Eltern sind und Weihnachten für unser Kind da ist. OK, wir sind natürlich auch noch Kinder unserer Eltern und so richtig hat Leonie den Sinn von Weihnachten auch noch nicht verstanden – aber trotzdem war es anders.
Für Andrea das erste Weihnachten, daß wir nicht zu ihren Eltern hochgefahren sind. Für mich das erste seit Jahren, daß ich sie nicht dorthin begleitet habe. Und im Fokus zu jeder Zeit: Leonie.
Aber genau das ist ja das Schöne daran - die strahlenden Augen mit denen sie die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum betrachtet, nicht weil sie weiß, daß Geschenke darin sind und sie sie auspacken darf (nein, am spannensten war auch an diesem Tag eine Wasserflache mit der man sich beschäftigen konnte), sondern weil es einfach was Neues war in der Wohnung, daß man genau begutachten mußte.
Und wir? Sitzen daneben, beobachten sie, freuen uns mit ihr – und miteinander, darüber, daß wir das erste Jahr bis Weihnachten so gut hinbekommen haben. Danke Schatz – und frohe Weihnachten!
Kategorien: Elternzeit · Leonie · weihnachten
Jetzt ist also meine erste Elternzeitwoche tatsächlich rum – man, ging das schnell. Die 2 Wochen davor waren ja „nur“ Urlaub – diese Woche wurde es dann etwas ernster – obwohl Andrea ja immer noch 3 Wochen Urlaub hat und wir somit noch 3 Wochen gemeinsam als Familie genießen können. Und ab nächster Woche Mittwoch auch wirklich nochmal 24 Stunden rund um die Uhr.
Die letzten Tage haben wir uns an der Eingwöhnung von Leonie in der Krippe probiert und ich weiß nicht genau, für wen es schlimmer war. Klar haben wir es auch ein wenig genossen mal ein bißchen Zeit für uns hatten und mal einfach zu was gekommen ist, was sonst liegen geblieben ist. Aber immer wieder stand die Frage im Raum:
Geht´s der kleinen Maus gut? Fühlt sie sich wohl? Weint sie vielleicht die ganze Zeit?
Aber dank Nina und den Anderen in der Krippe war das alles kein Problem, selbst Essen und Schlafen (hey – sie hat zuhause noch NIE 2 Stunden Mittagsschlaf gehalten) waren total easy. Das beruhigt natürlich schon ungemein, weil wir ja auch wissen, daß irgenwann der Tag kommt an dem wir darauf angewießen sind. Aber natürlich wissen wir auch, daß es auch wieder die ein oder andere Phase kommt in der es mal wieder ein bißchen schwieriger wird – aber solche positiven Dinge bauen natürlich auf.
Und daneben geht es zurzeit rasned schnell mit Leonie – auftshen, entlanghangeln, an der Hand die ersten Schritte – man kommt überhautp nicht dazu das alles richtig aufzunehmen und zu genießen, dann kommt schon der nächste Schritt – und man wartet auf den nächsten.
Und Weihnachten steht vor der Tür und das erste Mal in unserer kleinen Familie – wir wünschen euch allen alles Liebe dafür und genießt es.
Kategorien: Elternzeit · Leonie
Mit Tag(s) versehen: Krippe
Und hier sind wir wieder – wahnsinn wie schnell so eine Woche vergehen kann und wie viel es doch in einer Woche zu erleben gibt. OK, zugegeben, es ist irgendwie anders als zu zweit, da kann man von Canyoning-Touren, Hochseilgärten auf den Gipfeln Korsikas oder spontanen Fahrten quer über die ganzen Inseln erzählen.
Mit Kind ist das anders. Sobald man nur einen Tagestrip machen will, muß man sich überlegen was man alles brauchen könnte und es einpacken, man muß sich einen genauen Zeitplan machen, weil das Kind ja zu fest bestimmten zeiten Hunger hat (und wer will schon mit einem brüllenden Bündel durch die Straßen einer italienischen kleinstadt laufen und sich von italienischen Mamas mit bösen DieLassenIhrKindVerhungern-Blicken beobachten lassen.
Also rein ins erstbeste Cafe oder Restaurant, den Babykostwärmer an die (hoffentlich kompatible) Steckdose, Gläschen aufgewärmt, schnell was für mama und Papa bestellt und sich dann von allen anwesenden beim Spielen mit dem Mittagsbrei belächeln lassen – ja, Erholung klingt anders – aber trotzalledem hatten wir davon auch einen Teil abbekommen.
Dank Daniela und Pietro wurden wir jeden Abend mit den tollsten ligurischen Köstlichkeiten bekocht und mußten uns fast um nichts kümmern – das ist Luxus – wir haben Monaco durchwandert und den tollen Weihnachtsmarkt besucht – waren italisnische Babykleidung shoppen (ja, da gibt´s auch die Zwischengrößen) und zu Guter Letzt durfte Leonie mit Mama in Roquebrune am strand Sand „verkosten“ während Papa einsam seine Kreise über Monaco gedreht hat.

Roquebrune am Landeplatz
(Mehr Bilder gibt´s noch unter http://picasaweb.google.com/FamilieJonke/)
Schnee haben wir erst auf dem Rückweg gesehen und so war es wiedereinmal ein kleiner Sonnenurlaub mitten im Dezember.
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Eigentlich hatte ich mir das hier ja ganz anders vorgestellt – jeden Tag ein Eintrag, gelegentlich auch mal ein Zwischenstand am Mittag – aber so schön es mit Leonie ist, so anstrengend ist die Phase derzeit auch. Keine 2 sekunden kann man die Maus aus den Augen lassen, dann ist sie schon wieder irgendwo hingekrabbelt und zieht sich hoch oder öffnet eine Schublade – ich setz auf die Worte einer Frendin gestern, die meinte: die Phase geht relativ schnell rum und danach wird´s wieder ruhiger.
Aber ich will mich ja gar nicht beschweren, Andrea hat in den letzten Monaten die ein oder andere schwere Phase durchgemacht – den ganzen Tag allein zuhause während ich im kuschligen Büro meine Ruhe hatte
Und ich bin ja noch nicht einmal allein mit ihr zuhause, noch ist Andrea ja auch hier.
Trotzdem freu ich mich jetzt auf 1 Woche Urlaub – mal sehen wieviel Erholung wir wirklich haben werden, aber wir werden einfach so viel wie möglich mitnehmen. Komm wahrscheinlich nicht zum Schreiben in der Zeit, dafür gibt´s danach dann ganz viel zu berichten – und vorallem Bilder.
Wünsch euch eine schöne Woche,
Sven
Kategorien: Elternzeit · Leonie